Der Einstein des Sex
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Einstein des Sex, so nannte die amerikanische Presse den einst weltbekannten deutschen Sexualwissenschaftler Magnus Hirschfeld (1868 - 1935).
Er setzte sich bereits um die Jahrhundertwende für die Emanzipation der Homosexuellen ein.

Rosa von Praunheim erzählt die bewegende Lebensgeschichte Hirschfelds. Es ist die Geschichte eines lebenslangen Kampfes für die Entkriminalisierung der Homosexualität und für die Etablierung einer den Menschen verpflichteten Sexualforschung.

Rosa von Praunheim zeigt aber nicht nur den Kämpfer und Wissenschaftler, sondern den ganzen Menschen Magnus Hirschfeld mit seinen Gefühlen, Hoffnungen, Träumen und Widersprüchen.

Es entsteht das packende Porträt einer faszinierenden Persönlichkeit, die ihrer Zeit weit voraus war und schließlich an der Vergangenheit zerbrach, deren Überwindung ihr ganzes Bestreben gegolten hatte. 1933 wurde das Lebenswerk Hirschfelds, das weltberühmte Institut für Sexualwissenschaft, von den Nazis zerstört. Hirschfeld starb kurz darauf im Exil in Nizza.

 



 
Rosa: "Der Einstein des Sex" ist, glaube ich, mein konventionellster Film. Manche wird es vielleicht enttäuschen, daß der Film eine richtige Geschichte mit spannenden Charakteren erzählt, bei der man am Schluß auch weinen kann. Ich wollte, daß die historische Figur des Vaters der Schwulenbewegung, Magnus Hirschfeld, ernst genommen wird und die Sittengeschichte der Jahrhundertwende glaubhaft wirkt. Vielleicht kann mein Film dazu beitragen, daß der Name Hirschfeld wieder bekannter wird und die Nazis nicht recht behalten, die alles taten, damit sein Name vergessen wird.

Rascher Aufstieg und frühes Leid, politischer Furor und privates Desaster, erfreulich konventionell erzählt vor dem politischen Hintergrund der Weimarer Republik - ein filmisches Poesiealbum aufrechten Empfindens.
(Kultur Spiegel)

Ein lobenswerter Versuch, der bisweilen ausgesprochen dilettantisch ausfällt. Immerhin wurde die Rolle des alternden Titelhelden erstaunlich kontrapunktisch erarbeitet, wodurch die naheliegende Heroisierung auf wohltuende Weise unterlaufen wird. Stattdessen vermittelt der Film, dass der Pionier der Toleranz nicht aus abstrakter Weltverbesserei heraus gelebt hat, sondern aus einem tiefverwurzelten höchst individuellem Humanismus.
(film-dienst)
 
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